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Wie starte ich mit KI? Vom ersten Versuch zur produktiven Anwendung

Wie wird aus ersten Experimenten eine KI-Anwendung, die im Unternehmen funktioniert? Mit dem neuen Veranstaltungsformat „Wie starte ich mit KI?“ hat KI.SH diese Frage entlang eines Fahrplans betrachtet: Reifegrad prüfen, Menschen einbinden, Bedarfe identifizieren, Nutzen beziffern, Anwendungen bewerten, entscheiden, testen und das Investment optimieren. 

Dr. Caspar von Gyldenfeldt, Holm Stahl- und Metallbau Flensburg, erläutert den Teilnehmer:innen, wie er mit INQA-Coaching die Einführung einer neuen digitalen Lösung begleitet hat.

Den Ausgangspunkt kennen

Zum Auftakt stand eine unbequeme Zahl im Raum: Viele KI-Projekte scheitern. Nicht zwingend an der Technologie, sondern weil Prozesse, Daten, Infrastruktur oder Akzeptanz noch nicht bereit sind. Deshalb beginnt ein erfolgreiches Vorhaben nicht mit einem Tool, sondern mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme.

Lars Malinowsky zeigte am Beispiel der DOMCURA AG, wohin ein hoher Reifegrad führen kann. Der eigene KI-Mitarbeiter KIM strukturiert Schadenfälle, liest Dokumente und Fotos aus, fordert fehlende Unterlagen an und bereitet Entscheidungen vor. Bei Ablehnungen oder Teilerstattungen bleibt das Schaden-Team eingebunden. Zugleich werden die Fachbereiche befähigt, selbst mit KI zu arbeiten. „KI ist hier kein Sparprogramm, sondern ein Qualitätsprogramm“, betont Malinowsky. 

Der Start: Personen einbinden

Wichtiger Startpunkt für ein gelungenes Digitalisierungs- oder KI-Projekt ist, die richtigen Personen aus dem eigenen Unternehmen zusammenzubringen. Dr. Caspar von Gyldenfeldt machte am Beispiel von HOLM Stahl- und Metallbau deutlich, warum das bei der Einführung von neuer Software so wichtig ist. Denn KI einfach einzukaufen, schafft noch keine neuen Abläufe. Im INQA-Coaching entwickelten Beschäftigte CAD- und ERP-Prozesse selbst weiter, während Geschäftsführung und Coach den Rahmen setzten. Der Vertrauensvorschuss hat sich gelohnt. Das geförderte Programm führte zu mehr Eigeninitiative und Verantwortung. Die Beschäftigten haben neue Prozesse entwickelt und die Software dadurch sinnvoll in die Abläufe eingebettet.

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