Rückblick: "KI endlich in die Praxis bringen!"
Die 7. KI-Landeskonferenz Schleswig-Holstein fand am 28. September 2026 im Holstenhallen Congress Center in Neumünster statt. Rund 350 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und der Start-up-Szene diskutierten, wie Künstliche Intelligenz praktisch, rechtssicher und menschenzentriert in Unternehmen eingesetzt werden kann.
Wie gelangt eine KI-Idee aus der Erprobung in den Arbeitsalltag?
Die Konferenz gab darauf konkrete Antworten. Zwei Keynotes, acht Sessions mit 14 interaktiven Beiträgen und Start-up-Pitches vermittelten Erfahrungen aus der betrieblichen und Verwaltungspraxis. Die Themen reichten von KI-Agenten und souveräner KI über KI-gestützte Programmierung bis zum rechtssicheren Einsatz der Technologie. Zahlreiche Organisationen berichteten, wo sie bei der Einführung stehen, welche Hürden sie bewältigt haben und wie ihre nächsten Schritte aussehen.
Innovation ermöglichen, Sorgen ernst nehmen
Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein und Minister für Digitalisierung und Medienpolitik, setzte zum Auftakt den politischen Rahmen: „Wir dürfen Innovation nicht durch Angst lähmen.“ Sicherheitsfragen und die Sorgen der Menschen müssten jedoch ernst genommen werden. Zugleich brauche es den Willen, neue Lösungen zu entwickeln und praktisch zu erproben. Offene KI-Modelle können nach seiner Einschätzung Transparenz, Kontrolle, Weiterentwicklung und digitale Souveränität stärken.
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Rechtssicherheit von Beginn an mitdenken
Andrea Sanders-Winter, Abteilungsleiterin Digitales der Bundesnetzagentur, ordnete in ihrer Keynote die europäische KI-Regulierung ein. Welche Pflichten entstehen entlang der KI-Wertschöpfungskette? Welche Verantwortung tragen Anbieter und Anwender? Und wie kann Marktüberwachung Unternehmen Orientierung geben? Ihr Beitrag vermittelte konkrete Hinweise zu gesetzlichen Anforderungen, Zuständigkeiten und Innovationsförderung. Für Unternehmen bedeutet das: Rechtliche und organisatorische Fragen sollten bereits in der Planungsphase eines KI-Projekts berücksichtigt werden.
Wirtschaftlicher Nutzen entsteht in den Prozessen
Simon Sack, Gründer und CEO von NEUROLOGIQ, richtete den Blick auf Industrial AI. Unter dem Titel „Von Küste bis Werkhalle“ zeigte er anhand mehrerer Praxisbeispiele, wie KI Maschinen, Anlagen und Produktionsprozesse optimieren kann. Wirtschaftlicher Nutzen entsteht ihm zufolge, wenn die Technologie zu den vorhandenen Abläufen passt, verlässliche Ergebnisse liefert und die Beschäftigten bei konkreten Aufgaben unterstützt.
Start-ups zeigen konkrete KI-Anwendungen
Die anschließenden fünf Start-Up-Pitches führten vor Augen, wie Forschung und technische Entwicklung zu marktfähigen Anwendungen werden. Mit dabei waren die Start-Ups Hainzelman, Sentinex Robotics, Credular, OneFive und humaide.
Vom Anwendungsfall zum produktiven Einsatz
Die 7. KI-Landeskonferenz brachte Menschen zusammen, die KI entwickeln, aber sicher und verantwortungsvoll im Unternehmen einsetzen wollen. Der Austausch machte sichtbar, welche Schritte für den Transfer in die Praxis wichtig sind: einen geeigneten Anwendungsfall bestimmen, Ziele festlegen, Daten und Prozesse prüfen, Beschäftigte beteiligen und rechtliche Anforderungen klären.
Damit wurde das Motto der Konferenz zu einem konkreten Arbeitsauftrag für Unternehmen und Organisationen in Schleswig-Holstein: KI endlich in die Praxis bringen.
Veranstalter der 7. KI-Landeskonferenz
Fotos: Stella Petersen und Matthias Nowc – KI.SH



