Programm der 7. KI-Landeskonferenz am 28. September 2026
08:30 Uhr – Einlass
Holstenhallen Congress Center, Justus-von-Liebig-Straße 2-4, 24537 Neumünster
09:00 Uhr – Begrüßung
Hauptbühne, Große Halle
Start des Livestreams (eine Anmeldung für den Livestream ist nicht notwendig)
09:10 Uhr – Grußwort
Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein & Minister für Digitalisierung & Medienpolitik
Hauptbühne, Große Halle
09:30 Uhr – Keynote I
Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung der KI-Regulierung aus der Perspektive der Bundesnetzagentur
Andrea Sanders-Winter, Abteilungsleiterin Digitales der Bundesnetzagentur
Hauptbühne, Große Halle
10:05 Uhr – Pause für Raumwechsel
Räume siehe "Die Sessions in der Übersicht"
10:30 Uhr – Sessionphase I
Livestream für die Session auf der Hauptbühne
11:45 Uhr – Lunch-Pause, Zeit für Ausstellung und Netzwerken
Räume Lunch: Raum 4
13:00 Uhr – Keynote II
Von Küste bis Werkhalle – Wie Industrial AI den Standort Schleswig-Holstein transformiert
Simon Sack, Gründer und CEO NEUROLOGIQ
Hauptbühne, Große Halle
13:30 Uhr – StartUp-Pitches
Hauptbühne, Große Halle
14:05 Uhr – Pause für Raumwechsel
Räume siehe "Die Sessions in der Übersicht"
14:15 Uhr – Sessionphase II
Livestream für die Session auf der Hauptbühne
15:30 Uhr – Abschluss mit anschließendem Ausklang
Kleine Bühne
15:45 Uhr – Zeit für Ausstellung und Netzwerken
Catering mit Kaffee, Tee & Getränken
Raum 4
Eine Anmeldung zu den Sessions ist in diesem Jahr nicht notwendig.
Die Teilnahme ist entgeltfrei.
Keynotespeaker:innen
Keynote I: Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung der KI-Regulierung aus der Perspektive der Bundesnetzagentur
Mit dem Inkrafttreten des nationalen Gesetzes zur Durchführung der europäischen KI-Verordnung – dem KI-Marktüberwachungs- und Innovationsförderungs-Gesetz (KI-MIG) – übernimmt die Bundesnetzagentur eine zentrale Rolle als neue KI-Marktüberwachungsbehörde in Deutschland. In ihrer Keynote ordnet Frau Sanders-Winter, Abteilungsleiterin für Digitales bei der Bundesnetzagentur, die daraus resultierenden regulatorischen Herausforderungen für Unternehmen in den neuen Rechtsrahmen ein. Sie zeigt auf, welche neuen Pflichten und Verantwortlichkeiten entlang der KI-Wertschöpfungskette entstehen. Darüber hinaus erläutert sie die zukünftigen Aufgaben der Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde – von der Marktüberwachung bis hin zur Förderung vertrauenswürdiger KI-Innovationen. Ein besonderer Fokus liegt darauf, wie Unternehmen bei der Umsetzung der neuen KI-Regeln unterstützt werden können, um Innovationen nicht auszubremsen und die Chancen des neuen Rechtsrahmens optimal zu nutzen.
Andrea Sanders-Winter, Abteilungsleiterin Digitales der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
Keynote II: Von Küste bis Werkhalle – Wie Industrial AI den Standort Schleswig-Holstein transformiert
ChatGPT hat Künstliche Intelligenz für Millionen Menschen sichtbar gemacht. Die eigentliche Wertschöpfung entsteht jedoch dort, wo KI Maschinen, Anlagen und Produktionsprozesse optimiert. Der Vortrag zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele, wie Industrial AI bereits heute in der Industrie eingesetzt wird, welche Potenziale sich für Unternehmen in Schleswig-Holstein ergeben und warum die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts künftig in den Werkhallen entschieden wird.
Simon Sack, Gründer & CEO NEUROLOGIQ sowie Kolumnist für Industrial AI beim Business Punk
StartUp-Pitches
Die Sessions in der Übersicht
Sessionphase I |
Raum |
Barrierefreiheit |
| 1.1 Rechtssichere KI-Anwendung I |
Große Halle | Ja |
| 1.2 KI-Agenten I |
Raum 1/3 | Ja |
| 1.3 Souveräne KI I |
Raum 2/3 | Ja |
| 1.4 KI-gestützte Programmierung I |
Raum 3/3 | Ja |
Sessionsphase II |
Raum |
Barrierefreiheit |
| 2.1 Rechtssichere KI-Anwendung II |
Große Halle | Ja |
| 2.2 KI-Agenten II |
Raum 1/3 | Ja |
| 2.3 Souveräne KI II |
Raum 2/3 | Ja |
| 2.4 KI-gestützte Programmierung II |
Raum 3/3 | Ja |
Eine Anmeldung zu den Sessions ist in diesem Jahr nicht notwendig.
Sessionphase I
Session 1.1 – Rechtssichere KI-Anwendung I
Raum: Große Halle
Patrick Liebmann: Ich gehe in einen Laden und kaufe eine KI – Orientierung für öffentliche Auftraggeber bei der Auswahl von KI‑Systemen
Wenn Organisationen von „KI‑Einführung“ sprechen, bleibt oft unklar, welches KI‑System eigentlich gemeint ist. Diese Unschärfe wird spätestens in der Beschaffung zum Problem, wenn sehr unterschiedliche Lösungen miteinander verglichen werden, ohne Zweck und Einsatz vorab klar zu unterscheiden.
Der Beitrag greift diesen praktischen Engpass auf. Viele Verwaltungen und öffentliche Unternehmen beschäftigen sich bereits mit KI. Entscheidend ist heute weniger das Ob, sondern das Wie einer informierten Systemauswahl.
Er zeigt, warum KI‑Chats mit Datenanbindung, Assistenzlösungen, agentische Systeme und Automatisierungen nicht dasselbe sind und welche Folgen dies für Nutzen, Betrieb und Verantwortung hat. Statt Tool‑Empfehlungen bietet der Beitrag eine praxisnahe Orientierung für belastbare Auswahlentscheidungen.
Dr. Friedericke Kuhn und Marvin Mehlhose: KI-Richtlinie entwickeln – Eine Roadmap für Unternehmen
Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des EU AI Acts stehen KMU aktuell vor der Herausforderung, den Einsatz von KI rechtssicher und praktikabel gestalten. Der Beitrag zeigt anhand von zwei konkreten Praxiserfahrungen aus der Beratung des RZ.Nord, wie Organisationen eine KI-Richtlinie entwickeln können und welche Schritte dazu notwendig sind. Dabei wird beleuchtet, wie sich Anforderungen aus dem EU AI Act mit den realen Bedingungen in kleinen und mittleren Unternehmen vereinbaren lassen.
Der Beitrag richtet sich an Geschäftsführungen, Digitalisierungs- und IT-Verantwortliche sowie alle, die KI im Unternehmen strategisch einführen (wollen).
Teilnehmende erhalten eine praxisnahe Roadmap, welche organisatorischen Entscheidungen frühzeitig getroffen werden sollten und welche Arbeitsschritte eine KI-Richtlinie tatsächlich braucht. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und konkrete Ansatzpunkte für die eigene Organisation mitzunehmen.
Session 1.2 – KI-Agenten I
Raum: tba
Alexanja Senke: Lokale KI-Agenten mit menschlicher Freigabe und nachvollziehbaren Dokumenten-Workflows
Der Beitrag zeigt anhand von KWI LIAN & Kyber, wie lokale KI-Unterstützung in dokumentenintensiven Arbeitsumgebungen technisch begrenzbar, menschlich freigebbar und nachweisbar dokumentierbar gemacht werden kann.
Im Mittelpunkt steht nicht autonome KI, sondern kontrollierbare KI-Unterstützung: Die KI unterstützt, der Mensch entscheidet, die Infrastruktur dokumentiert.
Demonstriert wird eine lokale Arbeitsumgebung mit LibreOffice Writer und Calc, lokaler KI-Unterstützung, Human Commit Boundary, Dokumentzustandsprüfung, serverseitigen Nachweisen, Hashes, Snapshots und Commit-Informationen. Dadurch wird sichtbar, wer an welchem Dokument gearbeitet hat, auf welchem Gerät, in welchem Vorgang, welcher Stand geprüft wurde und welche Version später noch nachweisbar ist.
Der Beitrag verbindet Architektur, Governance und eine praktische Live-Demonstration. Er adressiert insbesondere Fragen der menschlichen Aufsicht, Nachvollziehbarkeit und technischen Begrenzbarkeit von KI-Agenten in Verwaltungs-, Dokumentations- und Infrastrukturkontexten.
KWI LIAN & Kyber zeigen damit einen Ansatz, wie lokale KI-Systeme nicht nur Ergebnisse erzeugen, sondern in überprüfbare Arbeitszustände eingebettet werden können.
Tim Grossmann: KI-Agenten, souverän gebaut
Wie baut man KI-Agenten dort, wo Datenschutz, Datenhoheit und Nachvollziehbarkeit nicht verhandelbar sind? Tim Grossmann zeigt es an zwei Projekten. Beide laufen souverän – EU-gehostet, ohne Abhängigkeit von US-Clouds.
Im Zentrum steht die Methode: ein Discovery-„XRay", der Ist-Stand und Prozesse sichtbar macht und gezielt die Use-Cases auswählt, die schnell Ergebnisse liefern – damit Teams vom Reden ins Umsetzen kommen.
Interaktiv: Das Publikum prüft einen eigenen Prozess und priorisiert live nach Wirkung, Machbarkeit und Regulatorik den ersten Quick Win.
Zielgruppe: Entscheider:innen und Umsetzer:innen aus mehr oder weniger regulierten Bereichen wie Gesundheit, Forschung, Verwaltung oder regulärem Mittelstand.
Mehrwert: eine nachnutzbare Methode von Discovery bis Betrieb – plus ehrliche Lektionen aus konkreter Umsetzung.
Session 1.3 – Souveräne KI I
Raum: tba
Laura Geissler: KI für den handlungsfähigen & souveränen Staat - Chancen & Voraussetzungen
KI, insbesondere Agentische KI, wird den öffentlichen Sektor disruptieren - in den Bereichen Softwareentwicklung, Infrastruktur und Organisationsaufbau. Der Beitrag beleuchtet, welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen notwendig sind, um KI-Anwendungen im öffentlichen Sektor sicher, interoperabel und skalierbar betreiben zu können. Dabei spielen Plattformen mit echter Wechselfähigkeit eine zentrale Rolle.
Kim Reiser: Souveräne KI in der Praxis – BiT SEA-SH als vertrauenswürdige Big-Data- und KI-Plattform für Schleswig-Holstein
BiT SEA-SH zeigt, wie souveräne KI in Schleswig-Holstein praktisch umgesetzt werden kann: durch eine offene, skalierbare und vertrauenswürdige Big-Data- und KI-Plattform für Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Der Vortrag gibt einen kompakten Einblick in Zielbild, aktuellen Projektstand und erste praktische Anwendungen. Im Fokus steht die Frage, wie Organisationen große, heterogene und sensible Datenbestände für KI nutzbar machen können, ohne Kontrolle über Daten, Infrastruktur und Abhängigkeiten abzugeben.
Vorgestellt werden die geplante Plattformarchitektur, zentrale Open-Source-Komponenten sowie der erste Demonstrator: eine KI-gestützte Datenannotationsplattform. Sie ermöglicht es, multimodale Daten hochzuladen oder Cloud-Speicher anzubinden und Bilder, Zeitreihen oder Texte automatisiert zu labeln. Damit adressiert BiT SEA-SH ein zentrales Praxisproblem vieler Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen: Daten sind vorhanden, werden aber erst durch strukturierte Annotation für KI-Modelle wirklich nutzbar.
Der Beitrag verbindet technische Substanz mit Transferperspektive und zeigt anhand konkreter Use Cases wie bspw. Nahrungsmittelkontrolle, Straßenqualität und Schweißnahtkontrolle, wie souveräne KI-Infrastruktur in Schleswig-Holstein vom Konzept in die Anwendung kommt.
Session 1.4 – KI-gestützte Programmierung I
Raum: tba
Daniel Freitag: AI-driven Legacy Modernization – Wie Agentic AI die Ablösung von Altsystemen planbar, schneller und risikoärmer macht
Klassische Modernisierungsprojekte scheitern oft an schlecht dokumentierten Altsystemen, implizitem Fachwissen und langen Laufzeiten. Agentic AI verändert das – kontrolliert, risikoärmer und schneller.
Der Vortrag stellt einen fünfphasigen Ansatz vor: KI-gestützte Legacy-Archäologie extrahiert Geschäftslogik, Abhängigkeiten und Workflows aus Code, Daten und Dokumenten. Spec-Driven Development verankert die Anforderungen an der verifizierten Ist-Logik. Agentic Swarm Coding setzt die Specs parallel und testgetrieben in Code um – mit Human-in-the-Loop bei kritischen Entscheidungen.
Aus realen Projekten werden Ergebnisse zu Zeit, Aufwand und Qualität sowie typische Stolperfallen diskutiert.
Zielgruppe: IT-Verantwortliche, Architekt:innen und Entwickler:innen in Verwaltung und Wirtschaft. Mehrwert: ein nachvollziehbares Vorgehensmodell, realistische Erwartungen an Tempo und Aufwand sowie klare Kriterien für den Einstieg.
Alexander Witkowski: Agentic Coding: Vom Vibe zur Prozesssicheren Spezifikation
„Vibe-Coding“ zeigt, wie schnell sich mit KI erste Software erzeugen lässt. Doch sobald Projekte und Anforderungen komplexer werden, Teams zusammenarbeiten oder Nachvollziehbarkeit, Qualität und Governance zählen, stößt der Ansatz schnell an Grenzen. Spec Driven Development (SDD) ist dafür die nächste Evolutionsstufe: Nicht spontane Prompts, sondern präzise und langfristig verfügbare Spezifikationen bilden die Grundlage für die Umsetzung mit KI. Am Beispiel von Frameworks wie OpenSpec oder SpecKit zeigen wir, wie strukturiertere Entwicklungsprozesse, besserer Code und verlässlichere Ergebnisse entstehen. Der Beitrag macht greifbar, warum SDD für KI-gestützte Programmierung besonders relevant ist, wie KI-Agenten auf klaren Spezifikationen produktiver arbeiten und wie Wissen, Architektur und Entscheidungen explizit dokumentiert, nachvollziehbar und im eigenen Einflussbereich bleiben.
Sessionphase II
Session 2.1 – Rechtssichere KI-Anwendung II
Raum: Große Halle
Benjamin Walczak: Frag' für 'nen Freund – Sprechstunde zu KI & Datenschutz
KI-Projekte werfen datenschutzrechtliche Fragen auf – oft solche, die man sich nicht öffentlich zu stellen traut. Diese Session bietet einen geschützten Rahmen: Unternehmen, Behörden und Hochschulen können ihre Fragen rund um KI und Datenschutz direkt an das ULD stellen – auch stellvertretend für eine Kollegin, einen Kollegen oder eben „für 'nen Freund".
Das ULD als zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde gibt praxisnahe Einschätzungen zu typischen Einsatzszenarien: Welche Anforderungen gelten beim Einsatz von KI? Was ist bei der Entwicklung und dem Betrieb von KI-Systemen zu beachten? Welche Fallstricke gibt es? Antworten gibt es nicht von der Stange – sondern orientiert an den echten Fragen aus der Praxis.
Fragen für 'nen Freund können vorab per Mail (ki-veranstaltung@datenschutzzentrum.de) eingereicht werden.
tba
Session 2.2 – KI-Agenten II
Raum: tba
Prof. Dr. Sahoo Shalini: KI-Agenten in der Verwaltung: Warum gute Interaktion über den Erfolg entscheidet
KI-Agenten gelten als nächste Stufe der Digitalisierung. Ihr Erfolg entscheidet sich jedoch nicht zuerst an Modellleistung oder Automatisierung, sondern daran, wie gut Menschen mit ihnen zusammenarbeiten können. Dieser Beitrag bringt Erfahrungen aus einer sechsmonatigen Praxisstudie in einem Silicon-Valley-KI-Startup in die deutsche Verwaltungsdebatte ein: Dort wurde ein lernender KI-Agent in bestehende Finanzprozesse eingebettet und im realen Arbeitsalltag erprobt.
Die zentrale Erkenntnis: Nicht die Technologie allein schafft Mehrwert, sondern die Qualität der Interaktion. Vertrauen entsteht dort, wo Unsicherheit sichtbar bleibt, Eingriffe möglich sind und Menschen Vorschläge einordnen, korrigieren und verantworten können. Gerade für die öffentliche Verwaltung ist das entscheidend. Wer KI-Agenten einführen will, muss nicht nur Technik, Datenschutz und Compliance im Blick haben, sondern auch Nachvollziehbarkeit, Rollenklärung und gute Mensch-KI-Zusammenarbeit. Der Beitrag zeigt, wie sich Erfahrungen aus einem hochdynamischen KI-Umfeld in konkrete Ansatzpunkte für eine menschenzentrierte, verantwortungsvolle und praxistaugliche Einführung von KI-Agenten im Public Sector übersetzen lassen.
Martin Schanze: KI-Agenten zwischen Assistenz, Automatisierung und Autonomie
Der 30-minütige Beitrag aus dem Teilprojekt AI2Entrepreneur des ZGKI ordnet KI-Agenten praxisnah ein: Was unterscheidet sie von klassischen Chatbots? Ab wann wird aus Unterstützung Automatisierung? Und welche Verantwortung entsteht, wenn Systeme eigenständig Aufgaben planen oder ausführen?
Anhand konkreter Beispiele werden verschiedene Autonomiegrade betrachtet: vom Chatbot mit Tool-Nutzung über teilautomatisierte Workflows bis hin zu autonomen Aufgaben- und Multi-Agenten-Systemen. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Tools, sondern die Frage, wie viel Autonomie Organisationen sinnvoll verantworten können und welche Kompetenzen dafür nötig sind.
Der Beitrag richtet sich an Personen aus Unternehmen, Verwaltung, Hochschulen und Gründung, die KI-Agenten besser einordnen und erste praktische Schlüsse für die eigene Arbeit ziehen möchten.
Session 2.3 – Souveräne KI II
Raum: tba
Katrin Birr und Jens Kulenkampff: Datensouveräne KI in die Praxis bringen- we did it!
Ein Erfahrungsbericht der Gebrüder Friedrich Werft Gmbh & Co KG und digital@work GmbH
Die Einführung Künstlicher Intelligenz in Unternehmensprozesse stellt Organisationen vor fundamentale Fragen: Wie lässt sich technologischer Fortschritt mit digitaler Souveränität und DSGVO sicher vereinbaren? digital@work und die Gebrüder Friedrich Werft GmbH & CO KG präsentieren einen praxiserprobten Lösungsweg.
Geschäftsführerin Katrin Birr und Engineer Jens Kulenkampff berichten authentisch vom Anfang – der Idee, KI einführen zu wollen – bis zur erfolgreichen Integration in den Arbeitsalltag in Kiel-Friedrichsort. Im Zentrum steht die Prämisse: unabhängig, datensicher und datensouverän bleiben.
Der Beitrag dokumentiert Methodik, gemachte Erfahrungen und realisierte Möglichkeiten. Welche Schritte waren notwendig? Welche Herausforderungen traten auf? Welchen konkreten Nutzen bringt KI im operativen Geschäft? Die Antworten liefern eine replizierbare Blaupause für Organisationen, die Wert auf Hoheit über ihre Datenbestände legen und dennoch Innovationspotenziale ausschöpfen möchten.
Für die KI-Community in SH bietet der Bericht strategische Orientierung. Sie beweist: autonome Datenhaltung und KI-Adoption sind kein Widerspruch, sondern ergänzen sich nachhaltig. Ein Modellfall für vertrauenswürdige Digitalisierung, der zeigt, dass technologische Modernisierung und digitale Souveränität Hand in Hand gehen können. Dieser Erfahrungsbericht leistet einen essenziellen Beitrag zur Wissensvernetzung im Norden und motiviert zum eigenen, souveränen KI-Transfer.
Julian Kunkel: Souveräne KI Dienste und ihre Potentiale beim Einsatz in Industrie und Wissenschaft
In diesem Vortrag werden die Angebote der GWDG und des KI-Servicezentrums KISSKI vorgestellt. Dabei fokussiert sich KISSKI auf die Entwicklung und Bereitstellung sicherer, skalierbarer KI-Anwendungen vor allem für die Branchen Medizin und Energie aber auch weiterer Branchen mit hohen Datenschutzansprüchen.
Darüber hinaus engagiert sich KISSKI in der Grundversorgung von Universitäten und Behörden mit niederschwelligen, datenschutzkonformen KI-Tools wie ChatBots, Programmierunterstützung, Wissensdatenbanken und Agentic Frameworks. Es werden einige Frameworks und bereits umgesetzte Use Cases vorgestellt und auch auf die Bereitstellung selbst entwickelter KI-Anwendungen für einen großen Nutzendenkreis eingegangen.
Session 2.4 – KI-gestützte Programmierung II
Raum: tba
Vibe Coding Workshop mit KI.SH
In diesem Workshop zeigen wir, wie Unternehmen „Vibe Coding“ als pragmatisches Werkzeug einsetzen können, um digitale Lösungen schneller zu entwickeln. Dazu sind keine tiefgehenden Programmierkenntnisse notwendig!
Sie erhalten einen verständlichen Überblick, was Vibe Coding ist, welche Chancen und Grenzen es im Unternehmensalltag hat und welche Optionen es von On-Premise-Lösungen über Open-Source bis hin zu lokal betriebenen KI-Modellen gibt.
Ein Schwerpunkt liegt auf Personalisierung: Wie lassen sich Prompts, Tools und Skills so gestalten, dass sie tatsächlich zu Ihren Geschäftsprozessen, Sicherheitsanforderungen und Datenrichtlinien passen. Dabei wird auch die Rolle von Protokolle wie MCP beleuchtet.
In einer Live-Demo vergleichen wir mehrere Vibe-Coding-Tools anhand eines konkreten KMU-Use-Cases und diskutieren gemeinsam, welche Ansätze sich für erste Pilotprojekte und Zusammenarbeit mit Dienstleistern besonders eignen.
Eine Anmeldung zu den Sessions ist in diesem Jahr nicht notwendig.
Schleswig-Holstein setzt mit seiner KI-Landesstrategie neue Maßstäbe im fortschrittlichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um Innovationen in Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Sektor voranzutreiben. Durch gezielte Fördermaßnahmen und den Aufbau eines starken KI-Ökosystems wird das Bundesland zum Vorreiter in der intelligenten Digitalisierung und nachhaltigen Technologieentwicklung.



