KI-Workshop bei der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG)
Künstliche Intelligenz bietet Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, Prozesse zu optimieren, Wissen zu vernetzen und neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen. Vor diesem Hintergrund fand am 8. und 9. Dezember 2025 ein zweitägiger KI-Workshop bei der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) statt, einem international tätigen Systemanbieter für Spezialfahrzeuge und Verteidigungstechnologien.
Insgesamt nahmen rund 40 Mitarbeitende aus dem oberen und mittleren Management am Workshop teil. Ziel war es, relevante Anwendungsfälle für den Einsatz von KI zu identifizieren und zu bewerten sowie erste praktische Erfahrungen mit generativer KI im Unternehmenskontext zu ermöglichen. Die Moderation übernahm das KI.SH-Team, bestehend aus Christopher Otto (Hochschule Flensburg), Linus Prinz (WTSH), Thies Schönfeldt (CAU Kiel) und Thorleif Harder (TH Lübeck).
Vom Verstehen zum Weiterdenken
Die Agenda kombinierte strategische Einordnung mit praxisorientierter Arbeit in drei Phasen. Nach einer Einführung in die Chancen und Risiken der Nutzung von Künstlicher Intelligenz sowie in die rechtlichen Rahmenbedingungen - darunter den EU AI Act - entwickelten die Teilnehmer:innen systematisch potenzielle KI-Use-Cases aus den eigenen Unternehmensprozessen. Im Anschluss wurden die Vorschläge anhand der Kriterien Machbarkeit und Nutzen gemeinsam bewertet, um eine transparente Grundlage für die Priorisierung der Anwendungsfälle zu schaffen.
Generative KI praktisch ausprobieren
Abgerundet wurde das Programm durch eine Praxisphase zum Prompting: Über eine Web-Oberfläche, die von der Hochschule Flensburg bereitgestellt wurde, konnten die Teilnehmenden mit einem Chatmodell interagieren, eigene Wissensdatenbanken anlegen und diese untereinander teilen. So erhielten sie einen praxisnahen Einblick in die Funktionsweise und das Potenzial generativer KI-Modelle.
Ergebnisse: Wissen bündeln und Prozesse automatisieren
Die Workshop-Ergebnisse zeichnen ein klares Bild: Große Potenziale für Effizienzsteigerung und Wertschöpfung liegen in der Bewältigung verteilter Wissensbestände sowie in der Automatisierung dokumentenbasierter Prozesse. Besonders hervorgehoben wurden zwei Anwendungsfälle:
- KI-basiertes Wissensmanagement: Eine Plattform, die strukturierte und unstrukturierte Informationen kontextbezogen verfügbar macht, kann Mitarbeitende effizient bei der Recherche, Zusammenfassung und Entscheidungsfindung unterstützen.
- PDF-Datenextraktion zu SAP: Die automatisierte Übertragung von Daten aus PDF-Dokumenten in SAP ermöglicht deutliche Zeitersparnisse, reduziert Fehlerquoten und verbessert die Datenqualität in Folgeprozessen.
Weitere identifizierte Themenfelder umfassten unter anderem das Controlling, das Stammdatenmanagement, die Roboterprogrammierung, die Code-Dokumentation oder das Projektmanagement. Neben ihrer strategischen Relevanz, erfordern diese Use-Cases jedoch eine weiterentwickelte Datenbasis oder vertiefende Voranalysen.
Weichen für die Zukunft stellen
Für die nächsten Schritte empfiehlt sich ein fokussiertes Vorgehen mit klar definierten Pilotprojekten, einem interdisziplinären Projektteam und einer Evaluation der Ergebnisse, um schnelle Erfolge sichtbar zu machen und eine nachhaltige KI-Strategie für die FFG aufzubauen.
Durch die Verbindung von strategischer Reflexion und praxisnaher Anwendung konnten die Teilnehmer:innen erleben, wie Künstliche Intelligenz konkret in industriellen Prozessen eingesetzt werden kann. Damit wurde der Grundstein für die nächste Stufe der digitalen Transformation bei der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft gelegt.
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