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KI-gestützte Entscheidungshilfe für nachhaltige Landwirtschaft: EcoSchemer-Webapp erhält Landesförderung

Digitalisierungsminister Dirk Schrödter übergibt Zuwendungsbescheid an Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH

Am 7. Januar 2026 überreichte Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei und Digitalisierungsminister, den Förderbescheid für das Projekt „EcoSchemer-Webapp" an das Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH. Mit einer Fördersumme von 355.969 Euro aus Landesmitteln unterstützt Schleswig-Holstein die Entwicklung der KI-basierten Software. Diese soll landwirtschaftlichen Betrieben helfen, Ökologie und Ökonomie ihrer Flächen besser zu vereinen. Die Übergabe fand mit bestem Blick auf das Westufer im Senatssaal der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Kiel statt.

Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei und Digitalisierungsminister, übergibt Tim Kraemer vom FuE-Zentrum FH Kiel GmbH und Prof. Dr. Yves Reckleben von der HAW Kiel den Förderbescheid.

Vom Prototyp zur praxistauglichen Lösung

Die EcoSchemer-Webapp ist die Fortführung eines erfolgreichen Vorgängerprojekts, das bereits einen funktionierenden Prototyp entwickelte. Das neue Projekt baut auf diesen Grundlagen auf und zielt darauf ab, die Anwendung bis 2028 zur Marktreife zu bringen. Projektleiter Prof. Dr. Yves Reckleben von der HAW Kiel erläuterte: „Die erste Idee ist, die Landwirte dabei zu unterstützen, wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen zu treffen, um die eigenen Erträge zu optimieren und das Überleben der Betriebe – unabhängig von der Betriebsgröße – zu sichern." Der Bauernverband Schleswig-Holstein ist als Kooperationspartner eingebunden und fungiert als Schnittstelle zu den Mitgliedsbetrieben, um die Erkenntnisse in die Breite zu tragen. Zusätzlich unterstützt die Q2 IT-Solutions UG.

Die Software verarbeitet betriebseigene Ertrags- und Flächendaten automatisch mithilfe maschinellen Lernens. Landwirtinnen und Landwirte müssen lediglich ihre Daten online hochladen. Die anschließende Analyse erfolgt vollautomatisch. Das System identifiziert weniger produktive Teilflächen und erstellt Entscheidungsempfehlungen, welche Öko-Regelungen sich auf welchen Flächen am besten eignen. Die Ergebnisse werden u.a. auf übersichtlichen Karten dargestellt.

Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit in Einklang bringen

„Landwirtschaftliche Betriebe sind Unternehmen, die Geld verdienen müssen und sollen, mit den tollen Produkten, die unsere Bevölkerung versorgen", betonte Dirk Schrödter bei der Übergabe. „Versorgungssicherheit spielt eine ganz wesentliche Rolle, und wie können wir dies mit Natur und Nachhaltigkeit in Einklang bringen? Da lohnt es sich, KI einzusetzen, um es den Landwirten leichter zu machen."

Der Minister hob zudem die wirtschaftliche Dimension des Projekts hervor. Angesichts der globalen Wettbewerbssituation sei es wichtig, an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft anzusetzen, um Wirtschaftswachstum und Produktivität zu fördern. Das Projekt begeistert, da es sowohl den Wirtschafts- als auch den Wissenschaftsstandort fördert.

Fotos: Matthias Nowc
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