Digitale Woche Kiel 2026: Drei Tage Künstliche Intelligenz zum Anfassen
Vom 5. bis 7. Mai 2026 war KI.SH mit drei Veranstaltungen Teil der Digitalen Woche Kiel. Gemeinsam mit unseren Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft zeigten wir, wie weit Künstliche Intelligenz in Schleswig-Holstein bereits in der Praxis angekommen ist.
KI-Demonstratoren live erleben: Robotik zum Anfassen im CITTI Park Kiel
Den Auftakt machte am 5. Mai der Tag der KI-Demonstratoren. Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen konnten im CITTI Park Kiel sechs Demonstratoren direkt ausprobieren und mit KI-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern von KI.SH ins Gespräch kommen.
Mit dabei: Reachy Mini, ein humanoider Lernroboter, der Sehen, Hören, Sprechen und Bewegung vereint. Boston Dynamics' „Spot" zeigte autonome Navigation mit Kameras, LiDAR und mehreren integrierten KI-Modellen. Wer lieber selbst aktiv wurde, konnte beim Pong-Spiel seine Körperbewegungen per Computer Vision direkt ins Spiel übertragen. Dazu kamen YouMagine für KI-gestützte Bildgenerierung, ein Anomalie-Detektor für ungewöhnliche Geräusche sowie APONA, ein System, das Maschinelles Lernen zur Optimierung von Notaufnahme-Abläufen einsetzt.
Digitale Souveränität in der Praxis: „ChefsGPT" und Linux in der Staatskanzlei
Am 6. Mai folgte das gemeinsame Event mit dem Verein DiWiSH: „KI & Digitalisierung zum Anfassen". Im Mittelpunkt stand ein Gespräch zwischen Dr. Frank Scholz, Geschäftsführer der CITTI-Unternehmensgruppe, und Dirk Schröter, Chef der Staatskanzlei und Digitalisierungsminister Schleswig-Holsteins.
Frank Scholz schilderte, wie Chefs Culinar mit rund 1.200 LKW täglich 45.000 Kunden beliefert und die KI-gestützte Tourenplanung funktioniert. Für die interne Kommunikation hat das Unternehmen zudem einen eigenen Chatbot namens „ChefsGPT" entwickelt.
Dirk Schröter wiederum berichtete: Ab dem 11. Mai 2026 zieht Linux in die Staatskanzlei ein. Zu diesem Zweck wurden bereits rund 80 Prozent der MS-Office-Programme deinstalliert. Digitale Souveränität ist für ihn kein Schlagwort, sondern Voraussetzung für handlungsfähige Unternehmen und Verwaltungen. „Technische Abhängigkeit führt zu wirtschaftlicher Abhängigkeit", so seine Kernbotschaft.
Beide waren sich einig: KI gelingt nur, wenn Mitarbeiter:innen mitgedacht werden. Die passende Qualifizierungsstrategie ist entscheidend, damit Mensch und KI gemeinsam effektiv zusammenarbeiten.
KI.SH stellte anschließend sechs Machbarkeitsstudien vor, alle auf Basis von Open-Source-Technologie. Darunter ein KI-Tagesplaner für die Tourismus-Agentur Lübecker Bucht, eine KI-gestützte Routenplanung für Tankwagen der Nord-Spedition mit einem Einsparpotenzial von 90.000 Euro pro Jahr sowie ein KI-Modell für Wartungsprognosen bei Solar Energie Andresen. Unternehmen aus dem DiWiSH-Netzwerk zeigten zudem ihre Anwendungsfälle.
Erfolgreiche KI-Anwendungsfälle und reger Austausch an den Thementischen
Der 7. Mai stand unter dem Motto „KI in Schleswig-Holstein – die erfolgreichsten Anwendungsfälle 2025". Im InnoPier Kiel wurden die bereits am Vortag vorgestellten Machbarkeitsstudien erneut präsentiert und vertieft.
Das Highlight waren die Thementische. Dort konnten Teilnehmer:innen konkrete KI-Ideen, erste Ansatzpunkte und technische Details mit unseren KI-Expert:innen diskutieren. Einige Unternehmen fanden so auch Möglichkeiten für eine Kooperation mit KI.SH.
Die drei Veranstaltungstage haben gezeigt: KI ist in Schleswig-Holstein nicht Theorie, sondern gelebte Praxis mit konkreten Lösungen, echter Wertschöpfung und einem wachsenden KI-Ökosystem.
Unser Angebot unterstützt vorwettbewerblich: von der Idee über die Machbarkeitsstudie bis zur Übergabe an Umsetzungspartner – zum Beispiel aus dem DiWiSH-Netzwerk. Haben Sie Interesse an einem KI-Austausch oder bereits erste Ideen für einen Anwendungsfall? Dann nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf:
